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	<title>twentysixlettersKunst | twentysixletters</title>
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		<title>Untouched</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Extreme]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich stehe bei geschätzten 38°C in einem schwarz ausgeschlagenen Raum im Podewil und sehe einer französisch-argentinischen Performance Gruppe dabei zu, wie sie große, schwarze Latexsäcke mit einer milchigen Flüssigkeit bestreicht. Gleich werden sie in die Säcke steigen, gleich werden die Säcke mit einer Art Staubsauger zu riesigen Kissen aufgepumpt. Als das Publikum sitzt, wird die Luft wieder abgesaugt. Und zwar komplett. Da liegen sie, unter den Scheinwerfern, eingeschweißt in ihren schwarzen Säcken, die von innen nicht zu öffnen sind. Atmen ist nur durch eine Art Strohhalm möglich. Als sie später tanzen, habe ich an einer Stelle das Gefühl, eine der Tänzerinnen steht kurz vor dem Kollaps. Sie hyperventiliert. Teil der Show, wie sich später herausstellt. Das Thema der Performance: Die Grenzen zwischen Tod und Leben ausloten. Das Lebendige im Extremen fühlen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8230; &#160; Ich kenne viele, die Ihre eigenen Gefühle nur im Extrem spüren können. Der Mann, der nachts mit überhöhter Geschwindigkeit  über rote Ampeln auf Kreuzungen fährt und dabei kurz die Augen schließt. Das Paar, das mindestens einmal wöchentlich ein Drama inszeniert bei dem alle Register gezogen werden, inklusive Anschreien, Weglaufen, Festhalten, Schlagen, oft vor Publikum. Die Frau, die auf dem Klo im Club ungeschützten Sex mit einem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe bei geschätzten 38°C in einem schwarz ausgeschlagenen Raum im <a href="http://www.artslant.com/ber/venues/show/5130-podewil-center-for-contemporary-arts" target="_blank">Podewil</a> und sehe einer <a href="http://www.tanzimaugust.de/2009/seiten/blau/kuenstler.html#_6" target="_blank">französisch-argentinischen Performance Gruppe</a> dabei zu, wie sie große, schwarze Latexsäcke mit einer milchigen Flüssigkeit bestreicht. Gleich werden sie in die Säcke steigen, gleich werden die Säcke mit einer Art Staubsauger zu riesigen Kissen aufgepumpt. Als das Publikum sitzt, wird die Luft wieder abgesaugt. Und zwar komplett. Da liegen sie, unter den Scheinwerfern, eingeschweißt in ihren schwarzen Säcken, die von innen nicht zu öffnen sind. Atmen ist nur durch eine Art Strohhalm möglich. Als sie später tanzen, habe ich an einer Stelle das Gefühl, eine der Tänzerinnen steht kurz vor dem Kollaps. Sie hyperventiliert. Teil der Show, wie sich später herausstellt. Das Thema der Performance: Die Grenzen zwischen Tod und Leben ausloten. Das Lebendige im Extremen fühlen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img alt="Sylphides_AlainMonot2" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/Sylphides_AlainMonot2.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>Ich kenne viele, die Ihre eigenen Gefühle nur im Extrem spüren können. Der Mann, der nachts mit überhöhter Geschwindigkeit  über rote Ampeln auf Kreuzungen fährt und dabei kurz die Augen schließt. Das Paar, das mindestens einmal wöchentlich ein Drama inszeniert bei dem alle Register gezogen werden, inklusive Anschreien, Weglaufen, Festhalten, Schlagen, oft vor Publikum. Die Frau, die auf dem Klo im Club ungeschützten Sex mit einem Fremden hat und sich dann wochenlang vor dem Aids-Test fürchtet&#8230; attraktive, intelligente, erfolgreiche Menschen. Im Alltag haben sie alles unter Kontrolle. Sich, ihre Jobs, ihre Beziehungen. Was auffällt: Emotional sind sie geradezu unberührt, Beziehungen wirken oft halbherzig. Die Kontrolle zu haben heißt manchmal auch, sie gar nicht erst abgeben zu können. Kein guter Nährboden für Leidenschaft. Also fehlt dem Alltagsleben meistens das Gefühl, und zwar das große, wahre. Fürchten wir uns davor? Macht uns das Empfinden Angst, oder ist es die Wahrheit?</p>
<p>Um Gefühle wahrzunehmen, wird das Extrem der Ausnahmesituation bemüht. Schlüsselreize wie „Angst“ und „Wut“ lassen für einen Augenblick das Unterbewusstsein ins alltägliche Einerlei. Weil man sich auch an extreme Reize mit der Zeit gewöhnt, muss immer etwas Neues her, es muss mehr sein, andere Grenzen überschreiten. „Zuerst fand ich den Anblick der Latexsäcke ekelhaft und beängstigend,“ sagt einer der Zuschauer im Nachgespräch von <a href="http://www.tanzimaugust.de/2009/seiten/blau/kuenstler.html#_6" target="_blank">Sylphides</a>, „aber dann passierte etwas Seltsames. Je länger ich zusah, desto weniger Abneigung empfand ich. Zum Schluss fühlte ich mich fast angezogen.“ Was passiert bloß mit uns? Und woran liegt das?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me </a>veröffentlicht.</p>
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		<title>Watch out or I will gun you down</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 21:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Klare Ansage. Die französische Kunstfigur Princess Hijab zieht sich den schwarzen Schleier an und streift durchs nächtliche Paris, um Werbeposter zu „hijabizen“ und ihre Hijab-Ads and Wände zu kleben. Auch das Internet ist nicht vor ihrem Kampf sicher. „Straight edge in behaviour and language, I’m a mutant fighting for a cause,“ beschreibt sie sich selbst. Sie selbst bleibt im Verborgenen, umschreibt jedoch im Manifest auf ihrer Website sehr klar ihre Motive. „L’Oreal &#38; Co killed me little by little“. Sie fühlt sich beschmutzt, ihre Kunst ist ihre Antwort, ihr Kampf. Dabei betont sie ihre Unabhängigkeit und künstlerische Freiheit. Sie gehört  keiner Lobby, keiner politischen oder religiösen Bewegung an. Princess Hijab sieht sich vielmehr als schlaflosen Punk, als Anführerin eines künstlerischen Djihad. „You know what? My only masters are Bob Flanagan and Darth Vador.“ Dieser Beitrag wurde auch auf Sounds-Like-Me veröffentlicht.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Klare Ansage. Die französische Kunstfigur Princess Hijab zieht sich den schwarzen Schleier an und streift durchs nächtliche Paris, um Werbeposter zu „hijabizen“ und ihre Hijab-Ads and Wände zu kleben. Auch das Internet ist nicht vor ihrem Kampf sicher. „Straight edge in behaviour and language, I’m a mutant fighting for a cause,“ beschreibt sie sich selbst.</p>
<p><img alt="PrincessHijab_1_15" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/PrincessHijab_1_15.gif" width="720" height="576" /></p>
<p>Sie selbst bleibt im Verborgenen, umschreibt jedoch im <a href="Auch das Internet ist nicht vor ihrem Kampf sicher." target="_blank">Manifest</a> auf ihrer <a href="http://www.princesshijab.org" target="_blank">Website</a> sehr klar ihre Motive. „L’Oreal &amp; Co killed me little by little“. Sie fühlt sich beschmutzt, ihre Kunst ist ihre Antwort, ihr Kampf. Dabei betont sie ihre Unabhängigkeit und künstlerische Freiheit. Sie gehört  keiner Lobby, keiner politischen oder religiösen Bewegung an. Princess Hijab sieht sich vielmehr als schlaflosen Punk, als Anführerin eines künstlerischen Djihad. „You know what? My only masters are Bob Flanagan and Darth Vador.“</p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><img alt="PrincessHijab_hijabized1_500" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/PrincessHijab_hijabized1_500.jpg" width="700" height="500" /></p>
<p><img alt="PrincessHijab_3_04B" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/PrincessHijab_3_04B.gif" width="720" height="576" /></p>
<p><img alt="PrincessHijab_hijabized2_500" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/PrincessHijab_hijabized2_500.jpg" width="700" height="500" /></p>
<p><img alt="PrincessHijab_2_08B" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/PrincessHijab_2_08B.gif" width="720" height="576" /></p>
<p><img alt="portrait_500" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/portrait_500.jpg" width="700" height="500" /></p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Mode, Liebe, Inspiration.</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 21:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Berliner Künstler André Marose verschmilzt die Bereiche Kunst und Mode im Spannungsfeld von Gegenwart und Zukunft und zeigt die Tiefe im Oberflächlichen. Ganz nebenbei bedauert er  aufrichtig, Suzy Menkes auf der Berliner Fashion Week verpasst zu haben. Das erste Mal sind mir seine Arbeiten in einer temporären Bar in der Berliner Rungestrasse begegnet. (An einem dieser lauten Orte, die für eine Weile im Irgendwo kampieren, um dann umzuziehen oder ganz zu verschwinden und Bürokomplexen oder Boutiquen Platz zu machen.)Figuren schienen aus dem Fußboden zu wachsen, lugten hinter Türen hervor und warteten in dunklen Ecken. André MarosesRemovable Graffiti haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.  Ich verliebte mich sofort und schwor, den Urheber zu bitten, mir eines anzufertigen, sollte ich jemals länger in einer Wohnung bleiben, als nur für einen Interim. 1973 in Ostberlin geboren macht André Marose zunächst eine Ausbildung zum Schneider, studiert Wirtschaftswissenschaften und landet schließlich als Meisterschüler an der Universität der Künste. Seine Arbeiten finden inzwischen auch international Beachtung und werden unter anderem in Paris, Basel, Bologna, Liverpool, New York, Chicago und natürlich auch Berlin gezeigt. &#160; // André Marose // Maroses Werk beschäftigt sich mit der Problematik der Inspiration. Auf eine reflektiv-sezierende Weise setzt er sich immer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Berliner Künstler André Marose verschmilzt die Bereiche Kunst und Mode im Spannungsfeld von Gegenwart und Zukunft und zeigt die Tiefe im Oberflächlichen. Ganz nebenbei bedauert er  aufrichtig, Suzy Menkes auf der Berliner Fashion Week verpasst zu haben.</p>
<p><img alt="AndreMarose_Startpage" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/07/AndreMarose_Startpage.jpg" width="984" height="584" /></p>
<p>Das erste Mal sind mir seine Arbeiten in einer temporären Bar in der Berliner Rungestrasse begegnet. (An einem dieser lauten Orte, die für eine Weile im Irgendwo kampieren, um dann umzuziehen oder ganz zu verschwinden und Bürokomplexen oder Boutiquen Platz zu machen.)<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />Figuren schienen aus dem Fußboden zu wachsen, lugten hinter Türen hervor und warteten in dunklen Ecken. André Maroses<a href="http://www.andremarose.de/removablegraffiti.html" target="_blank">Removable Graffiti</a> haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.  Ich verliebte mich sofort und schwor, den Urheber zu bitten, mir eines anzufertigen, sollte ich jemals länger in einer Wohnung bleiben, als nur für einen Interim.</p>
<p>1973 in Ostberlin geboren macht André Marose zunächst eine Ausbildung zum Schneider, studiert Wirtschaftswissenschaften und landet schließlich als Meisterschüler an der Universität der Künste. Seine Arbeiten finden inzwischen auch international Beachtung und werden unter anderem in Paris, Basel, Bologna, Liverpool, New York, Chicago und natürlich auch Berlin gezeigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.49.11.png"><img alt="André Marose" src="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.49.11-1024x654.png" width="1024" height="654" /></a></p>
<p style="text-align: center;">// André Marose //</p>
<p>Maroses Werk beschäftigt sich mit der Problematik der Inspiration. Auf eine reflektiv-sezierende Weise setzt er sich immer wieder mit sich selbst und seiner Arbeit auseinander. Als Künstler bleibt er jedoch auch im engen Kontakt zur Mode. In seinem Schaffen tastet er sich ebenso wie sie an seine Themen heran, nähert sich der Zukunft schrittweise in der Gegenwart. Mode ist ein Thema, das immer wieder auftaucht und auf verschiedene Arten rezipiert wird. Eine seiner aktuellen Arbeiten, <a href="http://www.andremarose.de/fessedevogue.html" target="_blank">Fesse de Vogue</a>, wird voraussichtlich im September Rahmen einer Gruppenausstellung in der Berliner <a href="http://www.metro-berlin.net/" target="_blank">Galerie Metro</a> (Opening 4.9.2009) zu sehen sein. Please be quiet!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.55.54.png"><img class="alignnone size-large wp-image-146" alt="Charlotte | Lire Vogue" src="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.55.54-1024x743.png" width="1024" height="743" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>___In Deinen Arbeiten beschäftigst Du Dich immer wieder mit Mode, bzw. schneidest das Thema Mode an. Was bedeutet Mode für Dich? Gibt es ein Grundthema, das Dich nicht loslässt und das immer wieder in Deinen Arbeiten auftaucht?</em></p>
<p>AM_Ganz abgesehen davon, dass ich nach bestandenem Voreignungstest einer Kunsthochschule zunächst eine Ausbildung zum Schneider absolviert habe, bin ich als Künstler immer im engen Kontakt zum Modedesign geblieben. Für einige Jahre war ich mindestens einmal pro Jahr bei den Schauen in Paris. Mir wurde angeboten, als Einkäufer zu arbeiten oder über aktuelle Mode zu schreiben. Allerdings interessiert mich Mode als Anziehanleitung für die nächsten 6 Monate wenig. Als Modedesigner würde ich dieses Konzept sogar ablehnen. Als Künstler bin ich aber &#8211; im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen, die sich zumeist der Vergangenheit versichern &#8211; gerade daran interessiert, wie man jedes Jahr aufs Neue versucht, in der Gegenwart die Zukunft zu entdecken. Auch verbindet mich mit dem Modedesign die herantastende Vorgehensweise, da sich meiner Meinung nach Zukunft anders nicht erarbeiten lässt.</p>
<p>An Kunst oder Modedesign interessiert mich gleichermaßen, wie und unter welchen Bedingungen eine Idee/Kreativität entsteht. Dieses anhand der Offenlegung meiner eigenen kreativen Prozesse darzustellen, immer mit dem Anspruch Inspiration für die eigene Kreativität des Betrachters anzubieten, ist das Grundthema in meinen Arbeiten, die oft von der unendlich schwierigen Suche, vom Scheitern oder einfach nur von meinen Inspirationsquellen handeln.</p>
<p><em>___Könntest Du mir ein bisschen was über Deine Arbeit <a href="http://www.andremarose.de/fessedevogue.html">Fesse de Vogue</a> erzählen? Um was genau geht es? Auf dem Bild auf Deiner Website sieht man die Rückseiten verschiedener Vogue Cover aus verschiedenen Ländern, fast alle aus dem Jahr 2008, nur die italienische ist von 2007…</em>.</p>
<p>AM_Die in einer Linie angeordneten Magazinrücken stehen für den schmalen Grat der Mode im Jetzt, zwischen Vergangenheit und Zukunft (zwischen Stil und Debakel, zwischen Zugehörigkeit oder Ablehnung durch eine Szene, etc.). Der VOGUE wird global vertraut, diesen Moment vermitteln zu können. Das „Fesse“ aus dem Titel &#8211; im Englischen einfach der heraldische Balken, im Französischen allerdings das Hinterteil, oder genauer: die Arschbacke &#8211; macht aber auch ironisch die Skepsis dieser Sichtweise deutlich. Trotzdem sind die von den eigentlichen Magazinseiten befreiten Magazinrücken als Linie die Möglichkeit, diese in alle Richtungen zu zeichnen oder zu legen, und damit die Möglichkeit eigene Maßstäbe zu entwickeln und anzusetzen bzw. selbst kreativ zu werden.</p>
<p><a href="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.56.23.png"><img class="alignnone size-large wp-image-140" alt="White Magazin I" src="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.56.23-1024x748.png" width="1024" height="748" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>___ <a href="http://www.andremarose.de/volta5.html">VOLTA 5</a> in Basel, um was ging es da?</em></p>
<p>AM_Auf der Basler Kunstmesse VOLTA wurde ich zusammen mit dem Künstler Bosse Sudenburg von der Galerie Metro präsentiert.</p>
<p>Bei der den Raum bestimmenden Arbeit <a href="http://www.andremarose.de/fullmoon.html">Full Moon (Taking A Walk)</a> handelte es sich um ein Archiv gerahmter Ausstellungstitel. An diesen fasziniert mich vor allem, wie kulminierte Kreativität zunächst in wenigen Worten kristallisiert wird, um sich dann bei Berührung mit dieser Projektionsfläche als Imagination einer Ausstellung wieder aufzufalten. Die Titel ergeben als Wörter einen frei lesbaren Text, der diesen Prozess spiegelt.</p>
<p><a href="http://www.andremarose.de/fullmoon.html">Full Moon (Taking A Walk)</a> steht übrigens in enger Beziehung zu meiner Arbeit <a href="http://www.andremarose.de/whitemagazine.html">White Magazine</a>, wo in einem Heft handschriftlich alle redaktionell sowie als Werbung auftauchenden Brands in VOGUE, ID und Purple chronologisch aufgeführt werden, um frei von ihrem immensen Marketingballast einen konkreten Text zur Mode zu schreiben.</p>
<p>Siehe dazu auch den Messe-Pressetext der Galerie (<a href="http://www.metro-berlin.net/">Metro</a>, Anm. d. Red):<br />
“Angesichts der Arbeit „Full Moon (Taking a Walk)“ stellt sich anfangs die Frage, ob die gesamte Hängung in ihrer Form verbindlich ist, ob einzelne Titel herausgelöst und selbst kombiniert werden können, oder ob gerade in der Zusammenstellung die Arbeit und das Produkt des Künstlers besteht. Während also die festgelegte, schematische Hängung der Ausstellungstitel zunächst einen starren und abgeschlossenen Eindruck macht, steht der Titel der Arbeit „Full Moon (Taking a Walk)“ für die Aufforderung zur Inspirationssuche.</p>
<p>Der Blick der BetrachterInnen schweift zwischen den möglichen Bedeutungen der Titel, der Imagination von Ausstellungen, für die sie stehen könnten und der Erinnerung an Ausstellungen, die sie selbst gesehen haben, umher. Losgelöst aus ihrem ursprünglichen Kontext erscheinen die Titel darüber hinaus in ihrer reinen Fiktionalität und bilden ein unerschöpfliches poetisches Kontinuum. Der Versuch der Orientierung bedeutet hier bereits ein Fortschreiben des Textes.”</p>
<p><a href="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.56.54.png"><img class="alignnone size-large wp-image-143" alt="White Magazine II" src="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.56.54-1024x748.png" width="1024" height="748" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>___Du hast geschrieben, dass Du ein schlechtes Gewissen hast, weil Du Suzy Menkes auf der Fashion Week verpasst hast. Warum? Hättest Du sie gern etwas gefragt?</em></p>
<p>AM_Ja, leider habe ich die SuzyMenkesBerlinFashionweek verpasst. Ich bedauere allerdings nicht, Suzy Menkes nicht begegnet zu sein, sondern ich bedaure dem qualitativen Sprung, den ihr Besuch bedeutet, nicht beigewohnt zu haben. Ich bedauere auch, dass sie nicht schon vor ein paar Jahren, eine PULVER-Show besucht hat, ein großartiges, intelligentes Label, das es just nicht mehr gibt.</p>
<p>Bei der Wortgewalt der Dame würde ich es mir schon dreimal überlegen, ob ich ihr wirklich eine Frage stellen wollte oder ob das Lesen ihrer Artikel nicht schon amüsant scharf genug ist.</p>
<p><em>___An was arbeitest Du aktuell?</em></p>
<p>AM_Demnächst werde ich „KB“ &#8211; eine digitale Slideshow aller im Internet verfügbaren Celebrity Shots von Klaus Biesenbach, Direktor des neu geschaffenen Media Departments am MoMA &#8211; zeigen.</p>
<p><em>___Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was wäre es?</em></p>
<p>AM_Die AW1996-Show von Comme des Garçons besuchen zu dürfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.54.42.png"><img class="alignnone size-large wp-image-144" alt="Lire Vogue II" src="http://gracekeller.de/wp-content/uploads/2013/09/Bildschirmfoto-2013-09-24-um-22.54.42-1024x743.png" width="1024" height="743" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">// <a href="http://www.andremarose.de/" target="_blank">http://www.andremarose.de</a> //</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde in Auszügen auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Die Idee einer Insel</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 20:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas der Abgelegenen Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Judith Schalansky]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[Mare Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Villa Aurora]]></category>

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		<description><![CDATA[Judith Schalanskys Sprache ist ungewöhnlich. Präzise und poetisch geht sie mit Worten Geschichten und Geheimnissen nach, lugt hie und da ein wenig hinter den Vorhang, ohne ihn je ganz aufzuziehen und das Dahinter bloßzulegen. Denn das scheint ihre Sache nicht zu sein, die Blöße. Perfektion dagegen sehr. Bedächtig wirken Judith Schalanskys Sätze, ihre Antworten nie beiläufig oder zufällig. Und so ist es nur konsequent, dass sie ihr neuestes Buch, den Atlas der Abgelegenen Inseln, nicht nur selbst recherchiert und geschrieben, sondern darüber hinaus auch gestaltet hat. Geboren 1980 in Greifswald hat sie als Kind die Welt mit dem Atlas kennen gelernt. Das Reiseverbot der DDR hat sicher sie, vielleicht auch ihre Beziehung zur Ferne beeinflusst. „Es ist noch heute so, dass ich Deutschen, die zum Beispiel in Nairobi oder Los Angeles geboren sind, mit unverhohlener Verwunderung begegne,“ sagt sie im Vorwort ihres neuen Buches. Auf den Ort seiner Geburt hat man keinen Einfluss. Wohl aber auf den, an dem man sich aufhält.Fast beineide ich Judith Schalansky, für drei Monate lang in der  Villa Aurora in Los Angeles zu sein. Aber nur fast. Denn ich wünsche mir, dass sie dort ganz viel schreiben und mit einem neuen, wunderschönen Buch zurückkommen wird. //&#8221;Das Badezimmer ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literaturport.de/index.php?id=26&amp;no_cache=1&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_aid%5D=1034&amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_opt%5D=2" target="_blank">Judith Schalanskys</a> Sprache ist ungewöhnlich. Präzise und poetisch geht sie mit Worten Geschichten und Geheimnissen nach, lugt hie und da ein wenig hinter den Vorhang, ohne ihn je ganz aufzuziehen und das Dahinter bloßzulegen. Denn das scheint ihre Sache nicht zu sein, die Blöße.</p>
<p>Perfektion dagegen sehr. Bedächtig wirken Judith Schalanskys Sätze, ihre Antworten nie beiläufig oder zufällig. Und so ist es nur konsequent, dass sie ihr neuestes Buch, den <a href="http://www.atlas-der-abgelegenen-inseln.de/de/" target="_blank">Atlas der Abgelegenen Inseln</a>, nicht nur selbst recherchiert und geschrieben, sondern darüber hinaus auch gestaltet hat.</p>
<p><img alt="Atlas" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/10/Atlas.jpeg" width="640" height="480" /></p>
<p>Geboren 1980 in Greifswald hat sie als Kind die Welt mit dem Atlas kennen gelernt. Das Reiseverbot der DDR hat sicher sie, vielleicht auch ihre Beziehung zur Ferne beeinflusst. „Es ist noch heute so, dass ich Deutschen, die zum Beispiel in Nairobi oder Los Angeles geboren sind, mit unverhohlener Verwunderung begegne,“ sagt sie im Vorwort ihres neuen Buches. Auf den Ort seiner Geburt hat man keinen Einfluss. Wohl aber auf den, an dem man sich aufhält.<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />Fast beineide ich Judith Schalansky, für drei Monate lang in der  <a href="http://www.villa-aurora.org/index.php?page=home_de" target="_blank">Villa Aurora</a> in Los Angeles zu sein. Aber nur fast. Denn ich wünsche mir, dass sie dort ganz viel schreiben und mit einem neuen, wunderschönen Buch zurückkommen wird.</p>
<p><img alt="JudithSchalansky" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/10/JudithSchalansky1.jpeg" width="640" height="480" /></p>
<p>//&#8221;Das Badezimmer ist ein Traum.&#8221;//</p>
<p><strong>Wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch über Inseln zu machen?</strong></p>
<p>Ich wollte ein Buch machen, das zugleich ein Atlas – mit all der Schönheit der Fakten und Landkarten – ist und ein Geschichtenbuch. Das Faszinierende ist nämlich: Alles, was auf einsamen Inseln geschieht, verdichtet sich zu einer Geschichte. Der Raum ist begrenzt und alle Personen haben ein Motiv, einen Grund, warum sie hier sind. Es ist wie auf einer Bühne.</p>
<p><strong>Was bedeuten Dir Inseln? Ist &#8220;Insel&#8221; eine Metapher für Dich und wenn ja, für was steht sie?</strong></p>
<p>Die einsame Insel ist das Traumbild jedes gestressten Menschen, die Vorstellung von einem Ort, an dem man zur Ruhe, zu sich kommt und sich endlich mal auf das Wesentliche konzentrieren kann. Nicht von ungefähr lautet eine beliebte Frage doch: Wen oder was würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen?</p>
<p><strong>Hätte es auch ein Buch über andere abgelegene Orte sein können? Täler zum Beispiel? Einsame Bergdörfer?</strong></p>
<p>Kein Flecken ist so verloren, wie der von Wasser umgebene, das Meer eine Mauer, der Horizont hoffnungslos leer. Pigafetta beschreibt es so gut, als er mit Magellan den endlosen Pazifik überquert, und sie nirgens Land sichten: &#8220;Es war, als hätten sich die Tore der Ewigkeit geöffnet und wir steuerten in diese hinein.&#8221;</p>
<p><strong>Wenn Du die Möglichkeit hättest, auf eine oder mehrere der Inseln, die Du in Deinem Buch vorstellst, zu fahren – würdest du sie besuchen wollen? Und wenn ja, für welche würdest Du Dich entscheiden?</strong></p>
<p>Wie der Untertitel schon beschreibt: Es sind 50 Inseln, die ich niemals aufsuchen will – auch wenn ich einige während meiner Recherche schon sehr verlockend fand. Die subantarktische Campbell-Insel zum Beispiel ist kartografisch eine der schönsten: Berge, Flüsse, Fjorde und eine ausgefranste Küste. Wie es dort wohl wirklich aussieht?</p>
<p><strong>Du hast den &#8220;Atlas der abgelegenen Inseln&#8221; sowohl selbst geschrieben als auch gestaltet &#8211; das ist ungewöhnlich und sicher auch sehr viel Arbeit&#8230; Warum hast Du Dich dafür entschieden?</strong></p>
<p>Weil dieses Buch meine Insel ist. Es fühlte sich richtig an, ein Buch über einsame Inseln auch allein zu machen. Ich denke Form und Inhalt nie getrennt. Ich wußte: Es muss diese Schrift sein, dieses Papier, diese Farbe. Und konnte für diese Unternehmung auf die wunderbare Unterstützung meines Verlages zählen.</p>
<p><img alt="Atlantik" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/10/Atlantik.jpeg" width="640" height="480" /></p>
<p>//&#8221;Im Hintergund: Der Stille Ozean.&#8221;//</p>
<p><strong>Reist Du gerne physisch, oder lieber in Gedanken?</strong></p>
<p>Letzteres. Die eigentliche Herausforderung besteht ja heute darin, zu Hause zu bleiben.</p>
<p><strong>Was ist Deine Definition von Freiheit?</strong></p>
<p>Eine Wahl zu haben. Die hat man auf einer abgelegenen Insel nicht. Man ist gezwungen, dort zu bleiben. Zu warten und  zu überleben.</p>
<p><strong>An was für einem Ort bist Du derzeit und an was arbeitest Du?</strong></p>
<p>Ich habe das große Glück, ein Stipendium in der <a href="http://www.villa-aurora.org" target="_blank">Villa Aurora</a> in Los Angeles zu genießen und zu nutzen. Hier schreibe ich an meinem nächsten Roman. Zusammen mit dem Film- und Bildermacher <a href="http://www.m-cadrage.de/" target="_blank">Max Penzel</a> und dem Bildenden Künstler Simon Dybbroe Møller wohne und arbeite ich für drei Monate in dem Haus, in dem sich um Lion und Marta Feuchtwanger ab 1943 viele exildeutsche Intellektuelle scharten. Von meinem Schreibtisch blicke ich auf den pazifischen Ozean, dem schon von hier aus anzusehen ist, dass er beinahe endlos groß ist.</p>
<p>Judith Schalansky</p>
<p>Atlas der Abgelegenen Inseln | Fünfzig Inseln auf denen ich nie war, und niemals sein werde</p>
<p>50 Geschichten | 50 Karten im Maßstab 1:125 000</p>
<p>1 Vorwort | 144 Seiten</p>
<p>5 Sonderfarben | Halbleinen mit dreiseitigem Farbschnitt</p>
<p>D 34€ | Au 35€ | Ch 59,90 SFR</p>
<p>ISBN 978-3-86648-117-6</p>
<p>www.mare.de</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Frank Hülsbömer-The Fiction Of Science</title>
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		<comments>https://twentysixletters.de/?p=37#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 07:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[*Wallpaper]]></category>
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		<category><![CDATA[Burberry]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Hülsbömer]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalten Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[The Fiction of Science]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic News to go]]></category>

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		<description><![CDATA[„Der Verkauf interessiert mich eigentlich nicht,“ sagt der in Berlin lebende Fotograf Frank Hülsbömer (Wallpaper, Beaux Arts Magazine) auf die Frage, was genau ihn am Publizieren reizt. Er sei im Gegenteil sogar ein bisschen wie der Juwelier in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderie,“ der sich seine Schmuckstücke zurückholt und dabei auch vor Greueltaten nicht zurückschreckt. Aber keine Sorge, so weit würde Frank Hülsbömer niemals gehen. Er hat einen anderen Weg gefunden. Indem er sie in seinem Bildband THE FICTION OF SCIENCE versammelt, konserviert er einige seiner Werke für den Betrachter für die Ewigkeit &#8211; und eben auch für sich. //Foto: Michael Hoelzl©2010VG-Bildkunst-Bonn// &#160; „Whether sketchily visualized thoughts or meticulously staged motifs, his dynamic depictions of immobile objects often resemble computer renderings,“ heißt es im Katalog des Gestalten Verlages zur Vorstellung Deines Buches THE FICTION OF SCIENCE. Woher kommt Deine Liebe zur Perfektion? &#62;&#62; Es ist keine Liebe. Eher eine Angst und Unwohlsein, wenn etwas nicht gut ist. Von Perfektion will ich gar nicht sprechen. Es gibt sie nicht. Perfektion ist nur eine Idee, die man anstreben kann. Wie definierst Du „Schönheit“? &#62;&#62; Sie bedingt Geist, Intelligenz, Humor, Ernsthaftigkeit, eigenständigen Charakter und die richtigen Proportionen des Körpers zu seiner Oberfläche und der Farben zu ihrer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Verkauf interessiert mich eigentlich nicht,“ sagt der in Berlin lebende Fotograf <a href="http://www.frankhuelsboemer.de/" target="_blank">Frank Hülsbömer</a> (<a href="http://www.wallpaper.com/" target="_blank">Wallpaper</a>, <a href="http://www.beauxartsmagazine.com/" target="_blank">Beaux Arts Magazine</a>) auf die Frage, was genau ihn am Publizieren reizt. Er sei im Gegenteil sogar ein bisschen wie der Juwelier in E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderie,“ der sich seine Schmuckstücke zurückholt und dabei auch vor Greueltaten nicht zurückschreckt. Aber keine Sorge, so weit würde Frank Hülsbömer niemals gehen. Er hat einen anderen Weg gefunden. Indem er sie in seinem Bildband<a href="http://www.gestalten.com/books/detail?id=ceafb21a239418a601239437453d0004" target="_blank"> THE FICTION OF SCIENCE</a> versammelt, konserviert er einige seiner Werke für den Betrachter für die Ewigkeit &#8211; und eben auch für sich.</p>
<p><img alt="4630w1sw" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/01/4630w1sw.jpg" width="700" height="469" /></p>
<p>//<a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Foto: Michael Hoelzl©2010VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Whether sketchily visualized thoughts or meticulously staged motifs, his dynamic depictions of immobile objects often resemble computer renderings,“ heißt es im Katalog des Gestalten Verlages zur Vorstellung Deines Buches THE FICTION OF SCIENCE. Woher kommt Deine Liebe zur Perfektion?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Es ist keine Liebe. Eher eine Angst und Unwohlsein, wenn etwas nicht gut ist. Von Perfektion will ich gar nicht sprechen. Es gibt sie nicht. Perfektion ist nur eine Idee, die man anstreben kann.</p>
<p><strong>Wie definierst Du „Schönheit“?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Sie bedingt Geist, Intelligenz, Humor, Ernsthaftigkeit, eigenständigen Charakter und die richtigen Proportionen des Körpers zu seiner Oberfläche und der Farben zu ihrer Anordnung und Menge.</p>
<p><strong>Deine Arbeiten scheinen oft ein Wechselspiel aus Theoretischem und Visuellem zu sein; Du selbst wirkst manchmal eher wie ein visueller Philosoph als ein Fotograf. Wie würdest Du Dich selbst in Deiner Arbeit beschreiben?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Gefällt mir. Vielleicht drucke ich doch mal Visitenkarten: F. Hülsbömer, visueller Philosoph, Musterstrasse&#8230;</p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><strong>Hattest Du von Anbeginn Deiner beruflichen Laufbahn an eine Faszination für geometrische Arrangements oder hat sich Dir die Bilderwelt über einen anderen Zugang erschlossen?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Die Geometrie ist u.a. durch die Beschäftigung mit der Sprache der Mathematik (Gottlob Frege/Begriff, Funktion, Bedeutung) in den Vordergrund getreten. Organische Arrangements waren aber noch nie mein Ding. Das kann die Natur besser.</p>
<p><strong>Wer sind Deine Vorbilder im fotografisch-künstlerischen Bereich? Und wer in anderen Bereichen?</strong></p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://www.romansigner.ch/" target="_blank">Roman Signer</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fischli_und_David_Weiss" target="_blank">Fischli&amp;Weiss</a> in der bildenden Kunst. In der Literatur Musil, Joyce, Bachmann aber ich lese fast nie Fiction, es sei denn, sie gibt vor, Wissenschaft zu sein. Musik: alles von Bach bis DAF. Es gibt vieles in der zeitgenössischen Musik, was mir gefällt: Battles, Fever Ray, Hot Chip, Moderat, TV on the Radio, Wild Beasts&#8230;</p>
<p><strong><img alt="4636w1sw" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/01/4636w1sw.jpg" width="700" height="469" /></strong></p>
<p>//<a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Foto: </a><a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2010VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p><strong>Gibt es einen bestimmten Grundsatz, nach dem Du arbeitest?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Es muss zu einem solchen Grad neu und ungesehen sein, dass man maximal Verwandte darin erkennt aber es niemals kopiert oder epigonisch ist. Es gibt nur einen Menschen mit der Namenskombination Frank Hülsbömer auf diesem Planeten, da mein Nachname sehr selten ist. Ähnlich individualistisch ist meine Arbeitsmaxime. Aber natürlich gibt es Einflüsse und Moden, denen ich mich nicht verschließen kann oder will.</p>
<p><strong>Was inspiriert Dich? Gibt es Motive, die Dich immer wieder faszinieren?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Ich baue seit ein paar Jahren meine Motive ja ausschließlich selber, weil ich mir, aufgrund einer einschneidenden Änderung in meinem Leben, schnell eine Parallelwelt bauen musste, die alle Widersprüche zulässt oder sogar glücklich vereint.</p>
<p>Ich arbeite stark mit bzw. aus dem Unbewussten. Farben und Formen bilden hier Gedanken und Erzählungen, die teilweise nur gefühlt und geahnt werden können. Das Bewusste kann mir größtenteils gestohlen bleiben. Es wurde gerade in der letzten Zeit in der (Konzept-) Kunst völlig überschätzt und hat sich &#8211; in einem Wust von Theorie, Erklärungen und Analysen &#8211; sehr breit gemacht und den Spielball der Kunst an die Kritiker abgegeben, dabei wissen wir doch, dass das Unbewusste eine Denkmaschine von so unglaublicher Geschwindigkeit und Komplexität ist, dass ein Computer mit einer solchen Rechenleistung an dem banalsten aller Probleme scheitern würde; seiner eigenen Kühlung. Der Neurologe Wolf Singer  (Prof. Dr. Wolf Singer, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/Main) hat dazu einmal sehr amüsante Ausführungen gemacht.</p>
<p><strong>Du hast eine Weile in New York gelebt, in Warschau und lebst aktuell vorrangig in Berlin. Welcher Wohnort war Dein liebster und wo hast Du das bis jetzt günstigste Klima zum Arbeiten für Dich vorgefunden und warum?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Anfang der 90er mit 23 Jahren in New York&#8230; das war eine Befreiung. Mit einem Schlag verlor ich fast sämtliche chronischen Krankheiten. Es war ein einziger Rausch. Ich habe dort aber noch nicht künstlerisch gearbeitet sondern nur getankt und schlechte deutsche Gewohnheiten abgelegt. In Warschau begann ich langsam mit dem künstlerischen Arbeiten. In Berlin gerät man schnell an einen &#8220;point of no return&#8221;. Wo kann man danach noch ernsthaft leben und arbeiten? Vielleicht in einem mittelalterlichen Dorf in Italien aber dort würde ich den ganzen Tag nur im Garten auf einen Pfirsichbaum starren und käme nicht mehr zum Arbeiten</p>
<p><strong>Gibt es einen Ort, an den es Dich immer wieder zieht, beziehungsweise einen, an dem Du noch nicht warst, den Du aber unbedingt besuchen möchtest?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Ja, Israel. Ich werde nun dieses Jahr endlich dort hinfahren zu einer Hochzeit in Tel Aviv. Auch wenn mich die politische Situation enorm aufregt.</p>
<p><img alt="4616w1sw" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/01/4616w1sw.jpg" width="700" height="469" /></p>
<p>//<a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Foto: Michael Hoelzl©2010VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wenn Du unabhängig von finanziellen und räumlichen Gegebenheiten wärst, welches Projekt würdest Du umsetzen?</strong></p>
<p>&gt;&gt; Finanzen und Räume sind nicht meine Begrenzung. Eher Zeit. Ich hätte gerne mehr Zeit, um mein Unbewusstes weiter vollzupumpen und den Alltag auszublenden. Dann würde ich da sitzen und warten, bis mein Prozessor anfängt zu rotieren. Es gibt kaum Schöneres, als den handwerklichen Akt des Fotografierens, bei dem das Unterbewusste die Hand führt und den Plan manchmal spontan über den Haufen wirft. Ich lache dabei manchmal vor Rührung oder Überraschung.</p>
<p><strong>An was arbeitest Du aktuell?</strong></p>
<p>&gt;&gt; An den Photokinetics. Sie entwickeln sich mehr und mehr zu animierten Filmen. Ich träume davon, aus ihnen ein Musikvideo für Radiohead zu machen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><img alt="TheFictionCover" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/01/TheFictionCover.png" width="1012" height="718" /></p>
<p><strong>THE FICTION OF SCIENCE, </strong><strong>Frank Hülsbömer</strong></p>
<p>144 Seiten, Hardcover, 39,90-€ | Format: Format: 24,5 x 33 cm | ISBN: 978-3-89955-276-8 | Gestalten Verlag</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Streetart Crossing Europe</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 18:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Linz, der „heimlichen Drehscheibe“ des europäischen Kinos (Süddeutsche Zeitung, 2004) jährt sich diesen April das Crossing Europe Festival zum siebten Mal. Vom 20. Bis zum 25. 4. zeigt es „junges, eigenwilliges und zeitgenössisches europäisches Autorenkino“, wobei sich laut Veranstalter das „jung“ nicht auf das Alter der Filmschaffenden, sondern vielmehr auf aktuelle Erzählformen und die künstlerische Gestaltung bezieht. Der deutsche Beitrag Street Art &#8211; Die vergängliche Rebellion der Regisseure Benjamin Cantu und Anne Bürger, beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit der Straßenkunst und mit den – oft politischen &#8211; Motiven von Street Artists aus Paris, Berlin, New York, London und Moskau . Cantu und Bürger portraitieren die Künstler und begleiten sie, zeigen ihre Werke aus der Perspektive des Entstehens und der des Betrachtenden. So treffen sie unter anderem Princess Hijab, die Nacht für Nacht in Paris Werbeflächen „angreift, die uns angreifen.“ Mit Stift und schnellem Strich verhüllt sie, was zu viel entblößt, sie „hijabized“ Gesichter und Körper auf Werbe- und Filmplakaten in den Gängen der Metro. In Berlin treffen sie auf ZASD, der mit Pfeil und Bogen Neubauten „akupunktiert,“ auf die New Yorkerin Swoon, deren menschengroße Papier-Objekte manchmal so schnell von Sammlern wieder abgetragen werden, wie sie sie auf den Mauern aufträgt. Dass Street Art mehr und mehr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="ZASD" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/04/ZASD.png" width="1017" height="418" /></p>
<p>In Linz, der „heimlichen Drehscheibe“ des europäischen Kinos (Süddeutsche Zeitung, 2004) jährt sich diesen April das <a href="http://www.crossingeurope.at" target="_blank">Crossing Europe Festival</a> zum siebten Mal. Vom 20. Bis zum 25. 4. zeigt es „junges, eigenwilliges und zeitgenössisches europäisches Autorenkino“, wobei sich laut Veranstalter das „jung“ nicht auf das Alter der Filmschaffenden, sondern vielmehr auf aktuelle Erzählformen und die künstlerische Gestaltung bezieht.</p>
<p>Der deutsche Beitrag <a href="http://www.crossingeurope.at/index.php?id=897&amp;L=0&amp;movie=798&amp;L=1" target="_blank">Street Art &#8211; Die vergängliche Rebellion</a> der Regisseure <a href="http://www.filmportal.de/df/5f/Uebersicht,,,,,,,,56E0448760AA4E349425BB08C85A4125,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html" target="_blank">Benjamin Cantu</a> und <a href="http://www.filmportal.de/df/8c/Uebersicht,,,,,,,,14D7772E8E044B1487EF6887F5E20735,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html" target="_blank">Anne Bürger</a>, beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit der Straßenkunst und mit den – oft politischen &#8211; Motiven von Street Artists aus Paris, Berlin, New York, London und Moskau .</p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><img alt="StreetArtMoskau" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/04/StreetArtMoskau.png" width="1018" height="516" /></p>
<p>Cantu und Bürger portraitieren die Künstler und begleiten sie, zeigen ihre Werke aus der Perspektive des Entstehens und der des Betrachtenden. So treffen sie unter anderem Princess Hijab, die Nacht für Nacht in Paris Werbeflächen „angreift, die uns angreifen.“ Mit Stift und schnellem Strich verhüllt sie, was zu viel entblößt, sie „hijabized“ Gesichter und Körper auf Werbe- und Filmplakaten in den Gängen der Metro. In Berlin treffen sie auf ZASD, der mit Pfeil und Bogen Neubauten „akupunktiert,“ auf die New Yorkerin Swoon, deren menschengroße Papier-Objekte manchmal so schnell von Sammlern wieder abgetragen werden, wie sie sie auf den Mauern aufträgt.</p>
<p><img alt="PincessHijab" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/04/PincessHijab.png" width="1020" height="545" /><img alt="Swoon" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2010/04/Swoon.png" width="1010" height="487" /></p>
<p>Dass Street Art mehr und mehr auch den Moment überdauert und eine Kunst der Galerien wird, ist ein Nebeneffekt, den manche Künstler durchaus schätzen. „Ich will der Welt zeigen, dass urbane Kunst mehr ist als eine Kunst der Rebellion, sondern eine Kunstform, die über Poesie und Alltag spricht und eine Reflexion unserer Gesellschaft ist,“ sagt zum Beispiel der französische Street Art Veteran Blek Le Rat, der im Paris der 80er Jahre als Schablonenkünstler begann und inzwischen, vor allem im Ausland, als Künstler gefeiert wird.</p>
<p>Der Beitrag läuft im Screening unter der Rubrik „Reclaiming Space,“ am 21. April um 18.30 Uhr und am 22. April um 13.30 Uhr.</p>
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