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		<title>Zirkuskinderzeit</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Sep 2013 09:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war kalt. Dicht an dicht saßen wir im Bus. Als wir die Grenze passierten, die es politisch nicht mehr wirklich gab, wohl aber noch physisch in Form von Grenzhäuschen und wortkargen Grenzern mit langen Mänteln und Fellmützen, die unsere Pässe einsammelten und bestimmt eine ganze lange Stunde prüften, bevor wir weiterfahren durften, waren wir still. Wir, die Wagenladung pubertierender, respektloser, naiver Kleinstadtkids, die wir unbedingt dabei sein wollten, in diesen historischen Tagen, und das am Besten mittendrin. Endlich angekommen, stapften wir ziel- und planlos durch die Gegend. Ich weiß noch, dass ich fürchterlich gefroren habe und, schüchtern wie ich war, nicht wagte, Passanten nach dem Weg zu fragen und dass ich schließlich doch an der Mauer ankam, die mit Hämmern und Meißeln langsam abgetragen wurde. Irgendwo liegt es noch, das kleine Stück Beton, vergraben unter alten Briefen und ersten eigenen Dokumenten. Berlin&#8230; Ich war total überfordert, mit dieser großen, wirren Stadt, die sich in einem flirrenden, fiebrigen Ausnahmezustand bewegte und mich seit dieser ersten Begegnung nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte unbedingt zurück in dieses Niemandsland, in diesen Raum, der sich mir und allen anderen gerade öffnete, in diese fremde Welt die so seltsam und so vertraut zugleich war. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war kalt. Dicht an dicht saßen wir im Bus. Als wir die Grenze passierten, die es politisch nicht mehr wirklich gab, wohl aber noch physisch in Form von Grenzhäuschen und wortkargen Grenzern mit langen Mänteln und Fellmützen, die unsere Pässe einsammelten und bestimmt eine ganze lange Stunde prüften, bevor wir weiterfahren durften, waren wir still. Wir, die Wagenladung pubertierender, respektloser, naiver Kleinstadtkids, die wir unbedingt dabei sein wollten, in diesen historischen Tagen, und das am Besten mittendrin.<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><em><img alt="mauer_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/mauer_ps.jpg" width="700" height="450" /><br />
</em></p>
<p>Endlich angekommen, stapften wir ziel- und planlos durch die Gegend. Ich weiß noch, dass ich fürchterlich gefroren habe und, schüchtern wie ich war, nicht wagte, Passanten nach dem Weg zu fragen und dass ich schließlich doch an der Mauer ankam, die mit Hämmern und Meißeln langsam abgetragen wurde. Irgendwo liegt es noch, das kleine Stück Beton, vergraben unter alten Briefen und ersten eigenen Dokumenten. Berlin&#8230; Ich war total überfordert, mit dieser großen, wirren Stadt, die sich in einem flirrenden, fiebrigen Ausnahmezustand bewegte und mich seit dieser ersten Begegnung nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte unbedingt zurück in dieses Niemandsland, in diesen Raum, der sich mir und allen anderen gerade öffnete, in diese fremde Welt die so seltsam und so vertraut zugleich war. Ich wollte in mein Zirkuskinderland. Ich wollte es so sehr, dass ich sogar davon träumte.</p>
<p>Ein paar Jahre sollte es noch dauern, aber ich kam wieder. Ich werde nie vergessen, wie der Hackesche Markt Anfang der 90er Jahre ausgesehen hat. Ich sehe die Einschusslöcher in den Hausfassaden, die Dunkelheit der Strassen im Prenzlauer Berg, rieche die billigen Kohlen im Winter. Ich erinnere mich daran, dass ich mir fast die Wohnung mit der Gamat-Heizung abgefackelt hätte, weil die Vorhänge zu lang waren, dass ich mich in einer Plastikschüssel in der Küche wusch, weil ein richtiges Bad ein Luxus war, den nicht viele hatten. Ich denke an den Platz an der Mauer-/Ecke Kronenstrasse, gleich hinter dem „Friseur“, auf dem die Reste eines eingefallenen Hauses standen über dessen Kellertreppe man in feuchte, nach Schimmel riechende Kammern stieg, um Caipirinha zu trinken und Trommelmusik zu hören. Ich denke an Autorennen am 17. Juni, die Stadt war leer und  ein alter Mercedes immer noch schneller als die Polizeitrabbis aus dem alten Osten. Ich denke an heimliche Bootstouren durch die Kanalisation, an verlassene Wohnungen, in denen das letzte Frühstück noch auf dem Küchentisch stand, wenn man sie als neuer Mieter übernahm. Ich denke an die vielen, vielen Bars und Clubs und temporären Orte, die aus den Hinterhöfen und in Kellern wuchsen und wucherten, ständig neu, immer woanders, man hätte jeden Tag an einem neuen Platz sein können, an jedem Tag in der Woche.</p>
<p>Die ersten Jahre in Berlin habe ich staunend verbracht. Ich habe mich immer wieder gewundert. Berlin in der Nachwendezeit war ein verwunschener Ort. Eine Stadt die gleichermaßen zusammen wollte wie sie auseinanderstrebte. West und Ost waren so spröde wie leidenschaftlich, wie Geliebte, im ewigen Clinch miteinander, mit dir nicht und ohne dich auch nicht. „Ham wa nich“ wurde zu meiner persönlichen Metapher, zu einer Hymne für das Berlin der 90er Jahre, die etwas kokett sowohl den permanenten Mangel wie auch die Poesie des Immer-Alles-Möglichen umschreibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Du bist nicht gut!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
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		<category><![CDATA[Scheitern]]></category>
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		<description><![CDATA[(Macht nichts.) Im Atelier des Wiener Künstlers, bei dem ich im Sommer ein paar Tage wohnte, klebte an der Wand ein kleines, weißes Blatt Druckerpapier, auf der die etwas ungelenk aussehende Zeichnung eines Händepaars zu sehen war, das sich in flehentlicher Geste aneinanderschmiegte. „F., es macht nichts, wenn Du nicht gut bist“ stand darüber, sorgfältig aber leicht verwackelt, mit dünnem Buntstiftstrich. Vom ersten Augenblick zog diese Zeichnung mich magisch an. „Quatsch,“ dachte ich und ärgerte mich über den Satz. &#160; //Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn// &#160; Dann wurde aus dem „Quatsch“ ein „Mmh,“ und schließlich &#8211; längst wieder zurück in Berlin &#8211; kam mir ein „Ja, genau so ist es!“ in den Sinn, wann immer ich an diese Zeichnung dachte. Ich musste oft an diese Zeichnung denken, und sie beschäftigt mich noch immer. &#160; //Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn// &#160; Was ist das eigentlich, „Gut Sein?“Bezeichnet es eine charakterliche Eigenschaft, das „Lieb Sein,“ im Sinne von Gehorsam? Ist es die eigene Performance in Bezug auf den Beruf den man gerade ausübt oder ausüben möchte, ist es die Ausbildung? Eine Leistung, für die man gelobt wird? Oder die generelle Funktionstüchtigkeit im Alltag? Und überhaupt, was heißt das denn alles? Was bedeutet „Funktionieren?“ Wer sagt, wie die genaue [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>(Macht nichts.)</p>
<p>Im Atelier des Wiener Künstlers, bei dem ich im Sommer ein paar Tage wohnte, klebte an der Wand ein kleines, weißes Blatt Druckerpapier, auf der die etwas ungelenk aussehende Zeichnung eines Händepaars zu sehen war, das sich in flehentlicher Geste aneinanderschmiegte. „F., es macht nichts, wenn Du nicht gut bist“ stand darüber, sorgfältig aber leicht verwackelt, mit dünnem Buntstiftstrich. Vom ersten Augenblick zog diese Zeichnung mich magisch an. „Quatsch,“ dachte ich und ärgerte mich über den Satz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="hoelzl28" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/hoelzl28.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">//Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann wurde aus dem „Quatsch“ ein „Mmh,“ und schließlich &#8211; längst wieder zurück in Berlin &#8211; kam mir ein „Ja, genau so ist es!“ in den Sinn, wann immer ich an diese Zeichnung dachte. Ich musste oft an diese Zeichnung denken, und sie beschäftigt mich noch immer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="hoelzl32" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/hoelzl32.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">//Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
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<p>Was ist das eigentlich, „Gut Sein?“<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />Bezeichnet es eine charakterliche Eigenschaft, das „Lieb Sein,“ im Sinne von Gehorsam? Ist es die eigene Performance in Bezug auf den Beruf den man gerade ausübt oder ausüben möchte, ist es die Ausbildung? Eine Leistung, für die man gelobt wird? Oder die generelle Funktionstüchtigkeit im Alltag? Und überhaupt, was heißt das denn alles? Was bedeutet „Funktionieren?“ Wer sagt, wie die genaue Definition ist und muss diese nicht zwangsläufig immer wieder individuell definiert werden, weil wir eben nicht alle genau gleich getaktete Maschinen sind?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="hoelzl33" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/hoelzl33.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">//Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer Erfolg hat, ist auch selbstbewusst und hat es generell ein bisschen leichter. Der Erfolgreiche, Gute hat sich den Platz in unserer Gesellschaft redlich verdient. Er erwirtschaftet Überschuss, von dem die Gemeinschaft freundlicherweise nutznießen darf. Wie schön, wenn auch im Privatleben, also zu Hause, alles nach Gardemaß und im Lot ist. Heterosexuelle Beziehung, bitte monogam, zwei Kinder, Küche, Bad. Der Gehaltscheck trifft pünktlich auf dem Konto ein, die Beförderung ist schon in Sicht und das SUV steht vor der Tür. Die „innere Zeitschaltuhr“ meldet: Plansoll im Zeitrahmen erfüllt. Glückwunsch! Oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img alt="hoelzl31" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/hoelzl31.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">//Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p>Was für den einen das Paradies ist, ist für den anderen vielleicht die Hölle. „Gut“ fühlt sich für jeden anders an, immer wieder anders. Was gestern „gut“ war ist morgen vielleicht „flau“ und übermorgen „blöd.“ Ist es nicht besser, offen zu sein, für das was kommt und sich (hoffentlich) nicht festzufahren in selbst angelegten Normfesseln? Wer braucht schon Dogmen? Was mich betrifft, möchte ich etwaige Tabus und No-Gos immer wieder aufs Neue ausloten. Und ich will scheitern!</p>
<p>Und schon bin ich vom „Gut Sein“ beim „Versagen.“ Ein schmaler Grat, nicht nur verbal.</p>
<p>Im Gegensatz zu immanentem Erfolg birgt das Scheitern ungeheure Chancen. Zwingt es uns doch, uns mit uns selbst und den eingeschlagenen Wegen auseinanderzusetzen, bevor sie eingefahren sind. Das Versagen zeigt uns, wo unsere Schwächen sind und es beleuchtet mögliche Wege mit ihnen umzugehen, oder bringt uns dazu, neue Stärken an uns zu entdecken. Vielleicht ist es für den einen passend, sein Studium in Rekordzeit zu vollenden, der andere mag mit ausgedehnten Reisen im gleichen Lebensabschnitt besser liegen. Wer legt denn die Reihenfolge fest, was wann zu passieren hat?</p>
<p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3TWBSMc47bw[/youtube]</p>
<p>//&#8221;A clip from the beautiful documentary on Andy Goldsworthy, &#8220;Rivers and Tides&#8221;. If you enjoy this clip, please support his work by purchasing the dvd. In this clip he works on hanging a meticulous sculpture from a tree, and ultimately fails.&#8221;//</p>
<p>Genormte Lebensläufe fand ich schon immer langweilig. Eine Norm spiegelt vielleicht das, was viele tun. Sie bedeutet aber noch lange nicht, dass unser aller Glück darin liegt, genau diese zu erfüllen. Ich finde, dass Normvorstellungen vom erfolgreich gelebten, guten Leben, unsere „inneren Zeitschaltuhren,“ abgeschaltet gehören. Und dass wir uns vor dem Scheitern nicht zu fürchten brauchen. Es macht nichts, wenn wir nicht gut sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„There’s a there, there“</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Economics]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Das erste Mal von The WELL hörte ich Anfang der 1990er Jahre. In einem deprimierenden Kölner Vorort lag ich auf hässlicher Auslegeware und sah auf einem kleinen grauen Fernseher eine Reportage, während mein Freund und selbsternannter Mentor darauf bestand, dass ich mir alles bis zum Ende ansah und zur Motivationssteigerung versuchte, mich mit in Lake schwimmenden Tiefseekrabben zu füttern. Ganz davon abgesehen, dass es kaum ein Nahrungsmittel gibt, das mich weniger anspricht, hätte es der versuchten Bestechung nicht bedurft. Ich starrte so gebannt auf den Bildschirm, dass ich beinahe mit dem Fernseher verwachsen wäre. Ich wusste, dass das hier etwas war, was eine Bedeutung hatte. Dass da etwas passierte, was eine Wirkung haben würde. Dass es sich verbreiten würde, wie ein Flächenbrand. &#160; // Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn//&#8221;Der Begriff Schwarmverhalten bezeichnet das Verhalten von Fischen, Vögeln, Insekten und anderen Tieren, &#8230;&#8221;// &#160; 1985 stellten ein paar Freaks einen Server in Sausalito, Nordkalifornien, auf und gründeten die erste Internetcommunity. Stewart Brand und Larry Brilliant sind die Namen der Gründer, die mit ihrem „The Whole Earth &#8216;Lectronic Link“ (The WELL) zunächst Schreiber und Leser des Whole Earth Review und zunehmend auch andere Kreative und Interessierte verschiedenster Bereiche miteinander vernetzten. So legten sie den Grundstein für DAS Kommunikationsmedium schlechthin, das Internet, wie wir es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Mal von <a href="http://www.well.com" target="_blank">The WELL</a> hörte ich Anfang der 1990er Jahre. In einem deprimierenden Kölner Vorort lag ich auf hässlicher Auslegeware und sah auf einem kleinen grauen Fernseher eine Reportage, während mein Freund und selbsternannter Mentor darauf bestand, dass ich mir alles bis zum Ende ansah und zur Motivationssteigerung versuchte, mich mit in Lake schwimmenden Tiefseekrabben zu füttern.</p>
<p>Ganz davon abgesehen, dass es kaum ein Nahrungsmittel gibt, das mich weniger anspricht, hätte es der versuchten Bestechung nicht bedurft. Ich starrte so gebannt auf den Bildschirm, dass ich beinahe mit dem Fernseher verwachsen wäre. Ich wusste, dass das hier etwas war, was eine Bedeutung hatte. Dass da etwas passierte, was eine Wirkung haben würde. Dass es sich verbreiten würde, wie ein Flächenbrand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="schwarm_hoelzl19" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/10/schwarm_hoelzl19.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">// Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//&#8221;Der Begriff Schwarmverhalten bezeichnet das Verhalten von Fischen, Vögeln, Insekten und anderen Tieren, &#8230;&#8221;//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1985 stellten ein paar Freaks einen Server in Sausalito, Nordkalifornien, auf und gründeten die erste Internetcommunity. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Steward_Brand" target="_blank">Stewart Brand</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Larry_Brilliant" target="_blank">Larry Brilliant</a> sind die Namen der Gründer, die mit ihrem „The Whole Earth &#8216;Lectronic Link“ (The WELL) zunächst Schreiber und Leser des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Whole_Earth_Review" target="_blank">Whole Earth Review</a> und zunehmend auch andere Kreative und Interessierte verschiedenster Bereiche miteinander vernetzten. <img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />So legten sie den Grundstein für DAS Kommunikationsmedium schlechthin, das Internet, wie wir es heute kennen und nutzen – auch für Social Media.</p>
<p>In The Well geschah geradezu Unerhörtes. Gespräche, Gedankenaustausch, ganze Leben fanden im virtuellen Raum statt. Der physische Ort wurde zum Beiwerk, zum „second“ im Life der Mitglieder der Community. Das stationäre &#8220;wo&#8221; des Cyberspace spielte keine Rolle. „There’s a there, there,“ heißt es etwas lapidar auf der Website von The WELL. Es ist da, also ist es.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="schwarm_hoelzl18" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/10/schwarm_hoelzl18.jpg" width="700" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;">// Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//&#8221;sich zu Aggregationen von Individuen – meist gleicher Art und Größe – zusammenzuschließen“ (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmverhalten" target="_blank">Wikipedia</a>)//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch der heute sehr bekannte Social Media- und Community Experte <a href="http://www.rheingold.com/" target="_blank">Howard Rheingold</a> hat seine Wurzeln im Umfeld von The WELL. Als Redakteur des Whole Earth Review wurde er zu einer einflussreichen Schlüsselfigur der Szene; die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Howard_Rheingold" target="_blank">Schöpfung des Begriffs „Virtual Community“ schreibt man ihm zu</a>. Auf seinem <a href="http://vlog.rheingold.com/" target="_blank">Vlog</a> lässt er die Welt an seinen Gedanken, Ideen und Theorien teilhaben – jedem, der beruflich oder privat viel mit den Themen Social Media und Community zu tun hat, sei das hiermit wärmstens empfohlen!</p>
<p>Persönlich verbinde ich meine Online-Aktivitäten gerne auch mit Fakten zum Anfassen. Dass etwas virtuell schön ist, finde ich zwar toll, aber nicht befriedigend. Ich würde mir zu gerne mal <a href="http://www.colletta-it.com/" target="_blank">La Colletta</a> ansehen, das restaurierte Internetcommunity-Bergdorf im ligurischen Hinterland, das neben High-Speed Internet, WLAN und bestem Mobilfunk-Empfang auch über eine atemberaubende Aussicht, Pools und schöne Häuser verfügt und wo man sich mit seiner Peergroup sowohl per Chat austauschen, als auch auf ein gemeinsames Abendessen treffen kann&#8230; Media, wenn Du wirklich social bist, schickst Du mich ganz bald für einen kleinen Rechercheauftrag dort hin. Hm?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com/">Sounds-Like-Me</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>L’État – C’est Quoi?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Christiania]]></category>
		<category><![CDATA[Floating Utopias]]></category>
		<category><![CDATA[Principality of Sealand]]></category>
		<category><![CDATA[Transnationale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Nationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was wäre, wenn man einfach seinen eigenen Staat gründen und sich weniger abhängig vom bundesdeutschen (respektive europäischen, respektive globalen) Mumpitz machen würde? Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Aber möglich. &#160;  //Land in Sicht// &#160; Per Definition ist ein Staat eine „Gesamtheit der Einrichtungen, die dazu dienen, das Zusammenleben der auf einem abgegrenzten Territorium lebenden Menschen mithilfe von Gesetzgebung, Rechtsprechung und vollziehender Gewalt dauerhaft sicherzustellen.“ (Wikipedia). Etwas einfacher ausgedrückt: Damit etwas zum Staat wird braucht es ein Volk, eine Gesetzgebung, Gewaltenteilung und natürlich: ein Gebiet. Womit wir beim eigentlichen Problem der Sache wären. Für eine Nation, auch wenn sie noch so mikro ist, braucht man Land. Am besten eins, das niemandem gehört. &#160; //Unter Wasser kann man natürlich auch mal nachsehen. Ansonsten&#8230;// Wäre mir ein Niemandsland in meiner Umgebung bekannt, wäre ich meinem Traum vom eigenen Staat schon mal bedeutend näher. Zur Zeit des zweiten Weltkriegs gab es in der Nordsee Radar-Plattformen, die Großbritannien zur Bekämpfung der Deutschen Luftwaffe dienten. Die meisten dieser künstlichen Inseln wurden nach Abzug der britischen Armee gesprengt – bis auf &#8220;Roughs Tower&#8221;. Diese Plattform lag außerhalb der damals gültigen Dreimeilenzone und somit in internationalen Gewässern. Als gegen Ende der 60er Jahre die britische Kriegsflagge eingezogen wurde [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was wäre, wenn man einfach seinen eigenen Staat gründen und sich weniger abhängig vom bundesdeutschen (respektive europäischen, respektive globalen) Mumpitz machen würde? Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Aber möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Blick_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Blick_ps.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p style="text-align: center;"> //Land in Sicht//</p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Per Definition ist ein Staat eine „Gesamtheit der Einrichtungen, die dazu dienen, das Zusammenleben der auf einem abgegrenzten Territorium lebenden Menschen mithilfe von Gesetzgebung, Rechtsprechung und vollziehender Gewalt dauerhaft sicherzustellen.“ (<a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Staat" target="_blank">Wikipedia</a>). Etwas einfacher ausgedrückt: Damit etwas zum Staat wird braucht es ein Volk, eine Gesetzgebung, Gewaltenteilung und natürlich: ein Gebiet. Womit wir beim eigentlichen Problem der Sache wären. Für eine Nation, auch wenn sie noch so <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mikronation" target="_blank">mikro</a> ist, braucht man Land. Am besten eins, das niemandem gehört.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Taucher_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Taucher_ps.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p style="text-align: center;">//Unter Wasser kann man natürlich auch mal nachsehen. Ansonsten&#8230;//</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Wäre mir ein Niemandsland in meiner Umgebung bekannt, wäre ich meinem Traum vom eigenen Staat schon mal bedeutend näher. Zur Zeit des zweiten Weltkriegs gab es in der Nordsee Radar-Plattformen, die Großbritannien zur Bekämpfung der Deutschen Luftwaffe dienten. Die meisten dieser künstlichen Inseln wurden nach Abzug der britischen Armee gesprengt – bis auf &#8220;Roughs Tower&#8221;. Diese Plattform lag außerhalb der damals gültigen Dreimeilenzone und somit in internationalen Gewässern. Als gegen Ende der 60er Jahre die britische Kriegsflagge eingezogen wurde und Großbritanniens Admiralität die Mikro-Insel verließ, entstand ein okkupationsfreies Territorium, das nur wenig später von einem Herren namens Roy Bates in Besitz genommen und zur <a href="http://principality-of-sealand.eu/" target="_blank">Principality of Sealand</a>, einem durch und durch selbständigen Staat, ausgerufen wurde. Ein seltener, durch geschichtliche Wirrungen ermöglichter Fall, der sich nicht häufig wiederholen dürfte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Invasion_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Invasion_ps.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p style="text-align: center;">//einfach mal besetzen&#8230;//</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Auch die Freistadt <a href="http://www.christiania.org/modules.php?name=NukeWrap&amp;page=/inc/guide//" target="_blank">Christiania</a> ist ein Versuch der Bildung eines unabhängigen Mikrostaates. Gegründet 1971 auf einem ehemaligen Militärgelände verwaltet sich das 34 ha große Areal im Stadtgebiet von Kopenhagen selbst. Sämtliche Versuche der Dänischen Regierung, die Besetzer Christianias vom Gelände zu entfernen, wurden bislang durch eine große Anzahl aufgebrachter Freigeister abgeschmettert und so hat man sich im Jahr 1972 darauf geeinigt, Christiania wenn schon nicht anzuerkennen, dann immerhin als autonome Kommune zu dulden, solange dessen Bürger Strom- und Wassergeld an Kopenhagen zahlen – und so lange nicht anderweitig über die Nutzung des Geländes entschieden wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Bauen_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Bauen_ps.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p style="text-align: center;">//&#8230;und dann schnell bauen&#8230;//</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Etwas einfacher haben es da <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Nation" target="_blank">Virtuelle Nationen</a>. Diese haben alles, was ein ordentlicher Staat braucht, allein das Staatsgebiet befindet sich im World Wide Web. Aber wer wollte im Zeitalter von Second Life und Facebook noch behaupten, das mache sie weniger wahrhaftig? Die <a href="http://www.transnationalrepublic.org/" target="_blank">Transnationale Republik</a> zum Beispiel ist ein solcher Staat. Ausgerufen im Jahr 2001 (im Atomic Café in München) zählt sie mittlerweile stolze 4790 Bürger. Alle Staatsangehörigen besitzen einen schönen, professionell erstellten Personalausweis, der am Flughafen, auch nach dem 11. September, auch schon mal den anderen ersetzt hat&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter" alt="Arkadien_ps" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Arkadien_ps.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p style="text-align: center;">//&#8230; dann wird’s was, mit Arkadien.//</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Mehr zum Thema, zum Beispiel Links zu verschiedenen Mikrostaaten und eine Studie über <a href="http://blog.rebell.tv/files/floating-utopias.pdf" target="_blank">Artificial Islands und Floating Utopias</a>, ist auf dem Blog von <a href="http://blog.rebell.tv/p5991.html" target="_blank">rebell.tv</a> zu finden. Und wer mal nach Sealand möchte: Ab Southend on Sea besteht eine Hubschrauberverbindung; Landessprachen sind Deutsch und Englisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me </a>veröffentlicht.</p>
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		<title>Tell Me Your Secrets</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geschah im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts, eine Geschichte, wie sie sich wieder und immer wieder und auch heute noch abspielt. Ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander. Sie heiraten. Eines Tages sagt die Frau zu ihrem Mann, sie bitte ihn inständig, ihr um ihrer beider Liebe Willen etwaige Fehltritte für immer zu verschweigen. Sie sei so nachtragend, dass sie nichts verzeihen könne, da wolle sie lieber bestimmte Dinge gar nicht erst wissen. Wie sehr er seine Frau geliebt hat, ist mir nicht bekannt. Wohl aber, dass er sich an ihre Bitte hielt. Als er mit ihrer besten Freundin eine Affäre begann und diese schwängerte, ließ er über Nacht die Freundin verschwinden. Die Frau war untröstlich über das Verschwinden der Freundin, das sich zu ihren Lebzeiten niemals aufklärte. Mit ihrem Mann aber blieb sie zusammen, bis zu ihrem Tod. &#160; //Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn// &#160; Die meisten Menschen haben ein Geheimnis. Wohl verschlossen in ihrer Erinnerung bewahren sie eine Geschichte oder eine Begebenheit auf, deren Verlauf sie mit kaum jemandem, vielleicht sogar mit niemandem teilen.Hinter mancher teilnahmsloser Miene kann man an manchen Stellen eine Untiefe vermuten, viel mehr bleibt nicht. Denn es kommt allzu selten vor, dass man ins geheime [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschah im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts, eine Geschichte, wie sie sich wieder und immer wieder und auch heute noch abspielt. Ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander. Sie heiraten. Eines Tages sagt die Frau zu ihrem Mann, sie bitte ihn inständig, ihr um ihrer beider Liebe Willen etwaige Fehltritte für immer zu verschweigen. Sie sei so nachtragend, dass sie nichts verzeihen könne, da wolle sie lieber bestimmte Dinge gar nicht erst wissen. Wie sehr er seine Frau geliebt hat, ist mir nicht bekannt. Wohl aber, dass er sich an ihre Bitte hielt. Als er mit ihrer besten Freundin eine Affäre begann und diese schwängerte, ließ er über Nacht die Freundin verschwinden. Die Frau war untröstlich über das Verschwinden der Freundin, das sich zu ihren Lebzeiten niemals aufklärte. Mit ihrem Mann aber blieb sie zusammen, bis zu ihrem Tod.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img alt="hoover" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/12/hoover.png" width="1020" height="727" /></p>
<p style="text-align: center;">//Foto: <a href="http://www.michaelhoelzl.com/" target="_blank">Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn</a>//</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Menschen haben ein Geheimnis. Wohl verschlossen in ihrer Erinnerung bewahren sie eine Geschichte oder eine Begebenheit auf, deren Verlauf sie mit kaum jemandem, vielleicht sogar mit niemandem teilen.<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />Hinter mancher teilnahmsloser Miene kann man an manchen Stellen eine Untiefe vermuten, viel mehr bleibt nicht. Denn es kommt allzu selten vor, dass man ins geheime Zimmer gelassen und zum Mitwisser berufen wird. Und manches Mal ist das vielleicht auch das Beste.</p>
<p>Ein Mann hatte spät geheiratet und die Töchter seiner Frau als seine adoptiert. Als seine Frau in hohem Alter verstorben war, rief er eines Tages die Familie zu sich und stellte eine, ihnen bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Frau als seine, von ihm selbst vorher nie gesehene leibliche Tochter vor. Die Verwandtschaft war entsetzt, bedeutete doch dieser plötzliche Familienzuwachs, dass man das stattliche Erbe mit einem weiteren Anwärter würde teilen müssen. Vielleicht hat das Wissen um einen späteren Rechtsstreit der Adoptivkinder mit dem Leiblichen den Mann dazu bewogen, vielleicht war es wirklich so, wie er dann behauptete – jedenfalls rief er eines Tages wieder die Familie und teilte der versammelten Verwandtschaft mit, dass die Frau, die er noch vor kurzem als seine Tochter präsentiert hatte, doch nicht die Vermeintliche sei und dass er sie darum heiraten würde. Genau das hat er dann auch getan und die vor Wut schäumenden Adoptivtöchter, Nichten und Neffen mussten tatenlos zusehen, wie sich das Familienerbe mal eben komplett neu verteilte.</p>
<p><img alt="ChinChin" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/12/ChinChin-1024x694.jpg" width="1024" height="694" /></p>
<p>Mit allem was wir tun, hinterlassen wir Spuren. Mal mehr mal weniger sichtbar, mal mit größerem oder auch kleinerem Einfluss auf das Geschehen um uns herum. Vielleicht ist es ein Stein, den wir bei einer Wanderung lostreten und der einen Steinschlag auslöst, vielleicht ist es eine andere Dummheit, die wir mit oder ohne Absicht irgendwann begangen und für die wir uns umgehend geschämt haben.</p>
<p>Sie hatte die frühere Wohnung eines Bekannten bezogen. Manchmal kam noch Post für ihn und sie sammelte diese, um sie an seine neue Adresse weiterzuleiten. Eines Tages kam ein Brief, den sie für Werbung hielt, sich dessen aber nicht sicher war; jedenfalls leitete sie diesen Brief nicht sofort weiter sondern legte ihn zunächst auf einen Stapel Zeitungen, wo er in Vergessenheit geriet. Wochen später fiel ihr der Brief wieder in die Hände. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie ihn noch immer hatte, aber anstatt ihn einfach sofort an den Empfänger weiterzugeben, öffnete sie den Brief, der nicht an sie gerichtet war. Sie fand die – positive &#8211; Antwort auf eine Bewerbung; ihr Bekannter wurde gebeten, umgehend ein paar weitere Unterlagen zu schicken, da man sehr an ihm interessiert sei. Was sollte sie tun? Seit den Ankunft des Schreibens war viel Zeit vergangen, Und wie könnte sie ihrem Bekanten einen geöffneten Brief in die Hand drücken? Sollte sie sagen, sie hätte nicht auf den Umschlag gesehen und ihn aus Versehen aufgemacht? Nach Wochen? Sie nahm den Brief samt dem Umschlag mit ins Büro und schob ihn durch den Schredder. Der Bekannte hat inzwischen einen Job. Sie findet, einen viel attraktiveren. Aber genau wissen werden sie das beide nicht. Niemals.</p>
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		<title>Untouched</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 21:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Extreme]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanz im August]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stehe bei geschätzten 38°C in einem schwarz ausgeschlagenen Raum im Podewil und sehe einer französisch-argentinischen Performance Gruppe dabei zu, wie sie große, schwarze Latexsäcke mit einer milchigen Flüssigkeit bestreicht. Gleich werden sie in die Säcke steigen, gleich werden die Säcke mit einer Art Staubsauger zu riesigen Kissen aufgepumpt. Als das Publikum sitzt, wird die Luft wieder abgesaugt. Und zwar komplett. Da liegen sie, unter den Scheinwerfern, eingeschweißt in ihren schwarzen Säcken, die von innen nicht zu öffnen sind. Atmen ist nur durch eine Art Strohhalm möglich. Als sie später tanzen, habe ich an einer Stelle das Gefühl, eine der Tänzerinnen steht kurz vor dem Kollaps. Sie hyperventiliert. Teil der Show, wie sich später herausstellt. Das Thema der Performance: Die Grenzen zwischen Tod und Leben ausloten. Das Lebendige im Extremen fühlen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8230; &#160; Ich kenne viele, die Ihre eigenen Gefühle nur im Extrem spüren können. Der Mann, der nachts mit überhöhter Geschwindigkeit  über rote Ampeln auf Kreuzungen fährt und dabei kurz die Augen schließt. Das Paar, das mindestens einmal wöchentlich ein Drama inszeniert bei dem alle Register gezogen werden, inklusive Anschreien, Weglaufen, Festhalten, Schlagen, oft vor Publikum. Die Frau, die auf dem Klo im Club ungeschützten Sex mit einem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe bei geschätzten 38°C in einem schwarz ausgeschlagenen Raum im <a href="http://www.artslant.com/ber/venues/show/5130-podewil-center-for-contemporary-arts" target="_blank">Podewil</a> und sehe einer <a href="http://www.tanzimaugust.de/2009/seiten/blau/kuenstler.html#_6" target="_blank">französisch-argentinischen Performance Gruppe</a> dabei zu, wie sie große, schwarze Latexsäcke mit einer milchigen Flüssigkeit bestreicht. Gleich werden sie in die Säcke steigen, gleich werden die Säcke mit einer Art Staubsauger zu riesigen Kissen aufgepumpt. Als das Publikum sitzt, wird die Luft wieder abgesaugt. Und zwar komplett. Da liegen sie, unter den Scheinwerfern, eingeschweißt in ihren schwarzen Säcken, die von innen nicht zu öffnen sind. Atmen ist nur durch eine Art Strohhalm möglich. Als sie später tanzen, habe ich an einer Stelle das Gefühl, eine der Tänzerinnen steht kurz vor dem Kollaps. Sie hyperventiliert. Teil der Show, wie sich später herausstellt. Das Thema der Performance: Die Grenzen zwischen Tod und Leben ausloten. Das Lebendige im Extremen fühlen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img alt="Sylphides_AlainMonot2" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/Sylphides_AlainMonot2.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>Ich kenne viele, die Ihre eigenen Gefühle nur im Extrem spüren können. Der Mann, der nachts mit überhöhter Geschwindigkeit  über rote Ampeln auf Kreuzungen fährt und dabei kurz die Augen schließt. Das Paar, das mindestens einmal wöchentlich ein Drama inszeniert bei dem alle Register gezogen werden, inklusive Anschreien, Weglaufen, Festhalten, Schlagen, oft vor Publikum. Die Frau, die auf dem Klo im Club ungeschützten Sex mit einem Fremden hat und sich dann wochenlang vor dem Aids-Test fürchtet&#8230; attraktive, intelligente, erfolgreiche Menschen. Im Alltag haben sie alles unter Kontrolle. Sich, ihre Jobs, ihre Beziehungen. Was auffällt: Emotional sind sie geradezu unberührt, Beziehungen wirken oft halbherzig. Die Kontrolle zu haben heißt manchmal auch, sie gar nicht erst abgeben zu können. Kein guter Nährboden für Leidenschaft. Also fehlt dem Alltagsleben meistens das Gefühl, und zwar das große, wahre. Fürchten wir uns davor? Macht uns das Empfinden Angst, oder ist es die Wahrheit?</p>
<p>Um Gefühle wahrzunehmen, wird das Extrem der Ausnahmesituation bemüht. Schlüsselreize wie „Angst“ und „Wut“ lassen für einen Augenblick das Unterbewusstsein ins alltägliche Einerlei. Weil man sich auch an extreme Reize mit der Zeit gewöhnt, muss immer etwas Neues her, es muss mehr sein, andere Grenzen überschreiten. „Zuerst fand ich den Anblick der Latexsäcke ekelhaft und beängstigend,“ sagt einer der Zuschauer im Nachgespräch von <a href="http://www.tanzimaugust.de/2009/seiten/blau/kuenstler.html#_6" target="_blank">Sylphides</a>, „aber dann passierte etwas Seltsames. Je länger ich zusah, desto weniger Abneigung empfand ich. Zum Schluss fühlte ich mich fast angezogen.“ Was passiert bloß mit uns? Und woran liegt das?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me </a>veröffentlicht.</p>
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		<title>Über das Verzeihen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 08:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Hermann Hesse]]></category>
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		<category><![CDATA[Mahatma Gandhi]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtragend sein]]></category>
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		<description><![CDATA[„Alles verstehen heißt, alles verzeihen; &#8211; das wäre sehr edel gedacht und gesagt. Nur schade, dass Verzeihen neunundneunzig Mal unter hundert aus Bequemlichkeit und höchstens einmal aus Güte geschieht und dass die Güte unter hundert Fällen neunundneunzig Mal keineswegs in Reichtümern des Herzens sondern vielmehr in Mängeln des Verstandes ihre Ursache zu haben pflegt.“ Arthur Schnitzler Nachtragend zu sein, ist eine unbequeme Eigenschaft. Unbequem für einen selber, weil man sich weder gedanklich noch emotional von Situationen lösen kann, die der Vergangenheit angehören und man im Laufe des Lebens immer mehr Situationsballast mit sich herum trägt. Unbequem auch für alle, die sich damit auseinandersetzen und sich die strittige Geschichte zum wiederholten Male anhören müssen. Zwar funktioniert unser Gedächtnis so, dass es immer mal wieder selten aufgerufene Bereiche aus dem Arbeitsspeicher löscht, wenn das Zellsystem zu voll wird (das sind dann zum Beispiel die Situationen, in denen man jemanden trifft, von dem man weiß, dass man total sauer auf ihn ist, sich aber nicht mehr erinnern kann, weswegen), aber seine Gehirnzellen mit unangenehmen, ärgerlichen, kompromittierenden oder peinlichen Geschichten zu belegen, ist sicher nicht die angenehmste und vermutlich auch nicht die beste aller Optionen. Wie viel erleichternder ist das Vergeben und Vergessen. Lieber [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Alles verstehen heißt, alles verzeihen; &#8211; das wäre sehr edel gedacht und gesagt. Nur schade, dass Verzeihen neunundneunzig Mal unter hundert aus Bequemlichkeit und höchstens einmal aus Güte geschieht und dass die Güte unter hundert Fällen neunundneunzig Mal keineswegs in Reichtümern des Herzens sondern vielmehr in Mängeln des Verstandes ihre Ursache zu haben pflegt.“</strong></p>
<p><strong>Arthur Schnitzler</strong></p>
<p><img alt="Picture 13" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/Picture-13.png" width="1011" height="668" /></p>
<p>Nachtragend zu sein, ist eine unbequeme Eigenschaft. Unbequem für einen selber, weil man sich weder gedanklich noch emotional von Situationen lösen kann, die der Vergangenheit angehören und man im Laufe des Lebens immer mehr Situationsballast mit sich herum trägt. Unbequem auch für alle, die sich damit auseinandersetzen und sich die strittige Geschichte zum wiederholten Male anhören müssen.<img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p><img alt="Picture 14" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/Picture-14.png" width="1011" height="656" /></p>
<p>Zwar funktioniert unser Gedächtnis so, dass es immer mal wieder selten aufgerufene Bereiche aus dem Arbeitsspeicher löscht, wenn das Zellsystem zu voll wird (das sind dann zum Beispiel die Situationen, in denen man jemanden trifft, von dem man weiß, dass man total sauer auf ihn ist, sich aber nicht mehr erinnern kann, weswegen), aber seine Gehirnzellen mit unangenehmen, ärgerlichen, kompromittierenden oder peinlichen Geschichten zu belegen, ist sicher nicht die angenehmste und vermutlich auch nicht die beste aller Optionen.</p>
<p><img alt="Picture 15" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/Picture-15.png" width="1004" height="666" /><br />
Wie viel erleichternder ist das Vergeben und Vergessen. Lieber Verzeihen und Gehirnplatz freigeben. Lieber Kroatisch lernen, kaukasische Kinderlieder auf dem Klavier klimpern können, Kinofilme auswendig nacherzählen, oder was auch immer. Amen.</p>
<p><img alt="Picture 16" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/Picture-16.png" width="1012" height="659" /></p>
<p><strong>„Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“</strong></p>
<p><strong>Mahatma Gandhi</strong></p>
<p>Das mag ja sein. Aber wer kann schon von sich behaupten, immer stark zu sein? Und ist das überhaupt erstrebenswert? Ich kann  jeden verstehen, der etwas nicht verzeihen kann. Es ist nicht immer alles verzeihlich. Die ganz schlimmen großen Dinge sind es nicht und werden es nie werden. Und die ganz kleinen sind es auch nicht immer&#8230; niemand kann für jemand anderen bestimmen, was noch verzeihlich ist und was nicht. Vielleicht gibt es Situationen, die man nur dadurch ertragen kann, dass man sie eben nicht verzeiht. Und eben wieder andere, die erst durch das Verzeihen abgeschlossen und so endgültig der Vergangenheit zugeführt werden können.</p>
<p><img alt="Picture 19" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/11/Picture-19.png" width="1006" height="668" /></p>
<p><strong>„Gewonnen hat immer der, der lieben, dulden und verzeihen kann.“</strong></p>
<p><strong>Hermann Hesse.</strong></p>
<p>Seit wann geht es denn nur ums Siegen? Ist eine Niederlage nicht manchmal leichter zu ertragen? Und wer sagt, dass das Verzeihen immer eine Erleichterung ist? Oder ist es manchmal auch erleichternd, sich selbst zu gestatten, nachtragend zu sein? Was ist also besser? Das Verzeihen können, oder das Nicht-Verzeihen können&#8230; Ich halte mich da gern an Karl Raimund Popper: „Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Taxi Driver</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 21:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Taxi]]></category>

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		<description><![CDATA[„Und, wie läuft das Geschäft?“ Schlecht natürlich, wie denn sonst. Das sagen sie jedenfalls unisono, die Berliner Taxifahrer. Eigentlich kaum zu glauben; nötig zu haben scheint ein Berliner Taxler seine Fahrgäste  nicht – jedenfalls ist das schwerlich vorstellbar, wenn ich an die vielen Situationen denke, in denen ich, der ach so rare Fahrgast, stehen gelassen („zu viel Gepäck,“ „mit Kind“), bevormundet („Texten? Was soll’n das sein. Machen sie lieber was Ordentliches.“) betrogen („das Navi sagt, das ist die kürzeste Route“) oder sonst wie schlecht behandelt worden bin. Man hat eigentlich keine Lust, wieder einzusteigen. Aber genau das tue ich immer wieder. Und ich muss gestehen: Ich liebe es. Ich denke an eine Tour während der Loveparade. Der Fahrer rast mit etwa 90 km/h über den 17. Juni. Als ich ihn anbrülle, sofort das Tempo zu drosseln und ihn frage, was um Himmels Willen er genommen hat, dreht er sich, ohne den Fuß vom Gas zu nehmen, zu mir um und sieht mich mit kanaldeckelgroßen Pupillen an: „Nichts. Aber hast du was Schnelles für mich dabei?!?“ Dann der Fahrer, der mich ins alte Cafe Einstein in die Kurfürstenstrasse bringen soll und mir ganz gentlemanlike anbietet, man könne das mit der Rechnung ja auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Und, wie läuft das Geschäft?“ Schlecht natürlich, wie denn sonst. Das sagen sie jedenfalls unisono, die Berliner Taxifahrer. Eigentlich kaum zu glauben; nötig zu haben scheint ein Berliner Taxler seine Fahrgäste  nicht – jedenfalls ist das schwerlich vorstellbar, wenn ich an die vielen Situationen denke, in denen ich, der ach so rare Fahrgast, stehen gelassen („zu viel Gepäck,“ „mit Kind“), bevormundet („Texten? Was soll’n das sein. Machen sie lieber was Ordentliches.“) betrogen („das Navi sagt, das ist die kürzeste Route“) oder sonst wie schlecht behandelt worden bin. Man hat eigentlich keine Lust, wieder einzusteigen. Aber genau das tue ich immer wieder. Und ich muss gestehen: Ich liebe es.</p>
<p><strong><img alt="MiriamRauh_Taxi1" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/MiriamRauh_Taxi1-1024x768.jpg" width="1024" height="768" /><br />
</strong></p>
<p>Ich denke an eine Tour während der Loveparade. Der Fahrer rast mit etwa 90 km/h über den 17. Juni. Als ich ihn anbrülle, sofort das Tempo zu drosseln und ihn frage, was um Himmels Willen er genommen hat, dreht er sich, ohne den Fuß vom Gas zu nehmen, zu mir um und sieht mich mit kanaldeckelgroßen Pupillen an: „Nichts. Aber hast du was Schnelles für mich dabei?!?“ Dann der Fahrer, der mich ins alte Cafe Einstein in die Kurfürstenstrasse bringen soll und mir ganz gentlemanlike anbietet, man könne das mit der Rechnung ja auch in, äh, Naturalien lösen, junge Frauen hätten ja irgendwie immer wenig Geld.</p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>Ich erinnere mich an eine Fahrerin, die so unsicher hinter ihrem Steuer saß, dass R. sie kurzerhand auf den Rück- und sich selbst auf den Fahrersitz verfrachtete. Ich bin mir sicher: R. rettete uns vor einem Crash. Es gibt auch Stories von sehr gastfreundlichen Fahrern. Zum Beispiel die vom trockenen Alkoholiker, der mich eines Abends in den Apollo-Saal bringt. Unterwegs bekomme ich einen Anruf, für ein paar englische Künstler muss unbedingt noch etwas Brandy von der Tankstelle mitgebracht werden. „Von der Tanke? Hör’n se uff, das ist doch viel zu teuer. Wir fahren einfach zu mir, ick hab noch’n janzen Keller von mit dit Zeugs.“ (Wäre in Karlshorst gewesen, ich habe dankend abgelehnt.) Dann war da der Fahrer, der wie eine gesengte Sau von der Rosenthaler Strasse nach Moabit fuhr, weil H. ihn beim Einsteigen darum gebeten hatte. „Um was geht es denn nun,“ fragt mich der Mann, als H. aus dem Wagen und wie der Blitz die Treppen hochgesprungen war. „Mein Freund möchte einen Film auf Video aufnehmen und er braucht den Vorspann“ Ich hätte nicht gedacht, dass ein Kiefer so tief auf einen Brustkorb sinken kann. Dass ich H. oben dann fausttrommelnd und auf dem Boden liegend vorfand, weil ein paar Sekunden des Vorspanns fehlten, hat der Arme zum Glück nicht mehr sehen können.</p>
<p>Ach, Ihr Taxifahrer&#8230; Die Topografie dieser Stadt hat sich mir durch den Blick aus Euren Fenstern erschlossen. Lange Zeit gab es fast nichts Schöneres für mich, als mit einem von Euch durch die Berliner Nacht zu brausen, Zigaretten rauchend, Musik hörend, das Gesicht an die kühle Scheibe gelehnt&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me </a>veröffentlicht.</p>
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		<title>Der verwunschene Prenzlauer Berg</title>
		<link>https://twentysixletters.de/?p=270</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 18:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>

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		<description><![CDATA[„Was macht die denn da?“ fragt die Frau mit der gelbstichigen Dauerwelle ihren Mann. „Die fotografiert“ ist seine absolut richtige Antwort. Jetzt ist die Frau bestürzt. „Ja, was fotografiert die denn?“ &#160; &#160; Ich stehe mit meiner kleinen Digitalkamera in Neukölln und halte Lieblingsorte fest. Jetzt, wo der Flughafen Tempelhof geschlossen und nicht mehr mit dickbäuchigen Ruhestörern im Landeanflug zu rechnen ist, wird sicher bald ein anderer Wind in diesem patinierten, etwas ruppigen Bezirk wehen. Schließlich hat Neukölln neben Trainingsanzug-tragenden Alkoholikern einiges zu bieten: Richtig viel Grün in Form schöner Parks (z.B. Körnerpark, Comeniusgarten, Hasenheide, Gutspark Britz, Britzer Garten) und Schatten spendender Alleen, klare Bauhausarchitektur und Fassaden, denen man den gutbürgerlichen Wohlstand auch unter Tags und altem Putz noch ansieht, dörfliche Kieze, wie das  etwas versteckt liegende Rixdorf mit seinen kleinen Häuschen und den Hinterhof-Obstgärten. Und gar so arm wie immer behauptet wird, ist der Bezirk wohl auch nicht: Direkt an der Karl-Marx-Strasse liegt die Deutsche-Bank-Filiale mit dem angeblich größten Umsatz in Berlin; das behauptet jedenfalls die Dame von der Hausverwaltung, die mir eine Wohnung in der Nachbarschaft zeigt. Wenn man’s nicht besser wüsste, fühlt man sich an manchen Stellen fast wie in einer Art verwunschenem Prenzlauer Berg. Nur, dass Neukölln mehr Bäume hat  und angenehm durchmischt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Was macht die denn da?“ fragt die Frau mit der gelbstichigen Dauerwelle ihren Mann. „Die fotografiert“ ist seine absolut richtige Antwort. Jetzt ist die Frau bestürzt. „Ja, was fotografiert die denn?“</p>
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<p><img alt="IMG_2555" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/IMG_2555-1024x768.jpg" width="1024" height="768" /></p>
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<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" />Ich stehe mit meiner kleinen Digitalkamera in Neukölln und halte Lieblingsorte fest. Jetzt, wo der Flughafen Tempelhof geschlossen und nicht mehr mit dickbäuchigen Ruhestörern im Landeanflug zu rechnen ist, wird sicher bald ein anderer Wind in diesem patinierten, etwas ruppigen Bezirk wehen. Schließlich hat Neukölln neben Trainingsanzug-tragenden Alkoholikern einiges zu bieten: Richtig viel Grün in Form schöner Parks (z.B. <a href="http://www.k%C3%B6rnerpark.de/" target="_blank">Körnerpark</a>, <a href="http://www.comenius-garten.de/live/html/index.php" target="_blank">Comeniusgarten</a>, <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/gruenanlagen_plaetze/neukoelln/volkspark_hasenheide/index.shtml" target="_blank">Hasenheide</a>, <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/gruenanlagen_plaetze/neukoelln/gutspark_britz/index.shtml" target="_blank">Gutspark Britz</a>, <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/gruenanlagen_plaetze/neukoelln/britzer_garten/index.shtml" target="_blank">Britzer Garten</a>) und Schatten spendender Alleen, klare Bauhausarchitektur und Fassaden, denen man den gutbürgerlichen Wohlstand auch unter Tags und altem Putz noch ansieht, dörfliche Kieze, wie das  etwas versteckt liegende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmisch_Rixdorf" target="_blank">Rixdorf</a> mit seinen kleinen Häuschen und den Hinterhof-Obstgärten. Und gar so arm wie immer behauptet wird, ist der Bezirk wohl auch nicht: Direkt an der Karl-Marx-Strasse liegt die Deutsche-Bank-Filiale mit dem angeblich größten Umsatz in Berlin; das behauptet jedenfalls die Dame von der Hausverwaltung, die mir eine Wohnung in der Nachbarschaft zeigt. Wenn man’s nicht besser wüsste, fühlt man sich an manchen Stellen fast wie in einer Art verwunschenem Prenzlauer Berg. Nur, dass Neukölln mehr Bäume hat  und angenehm durchmischt ist, gesellschaftlich wie kulturell. Das war Prenzlauer Berg ja irgendwie nie.</p>
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<p>Zur Bildstrecke</p>
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<p><img alt="koernerpark" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/koernerpark1.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p><img alt="cgarten" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/cgarten.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p><img alt="cafe8eck" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/cafe8eck.jpg" width="700" height="450" /><br />
<img alt="IMG_2565" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/IMG_2565.jpg" width="700" height="450" /><img alt="chic" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/chic.jpg" width="700" height="450" /></p>
<p><img alt="fenster" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/fenster-1024x768.jpg" width="1024" height="768" /><img alt="rixdorf2" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/rixdorf2.jpg" width="700" height="450" /><img alt="rplatz" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/rplatz.jpg" width="700" height="450" /><img alt="platz" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/platz.jpg" width="700" height="450" /><img alt="fassade" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/fassade.jpg" width="700" height="450" /><img alt="tuer1" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/tuer1.jpg" width="700" height="450" /><img alt="Haus" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/Haus.jpg" width="700" height="450" /><img alt="IMG_2532" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/IMG_2532-1024x768.jpg" width="1024" height="768" /><img alt="feld" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/feld.jpg" width="700" height="450" /><img alt="Anfang" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/Anfang.jpg" width="700" height="450" /><img alt="passage" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/passage1.jpg" width="700" height="450" /><img alt="IMG_2522_1" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/IMG_2522_11.jpg" width="700" height="450" /><img alt="rixdorf1" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/08/rixdorf1.jpg" width="700" height="450" /></p>
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		<title>Unser täglich Steak gib uns heute</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 08:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Economics]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[FAO]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;gib uns heute.  Und am Besten vergibst Du uns auch gleich unsere Schuld, denn die Produktion von einem Kilo Rindfleisch belastet das Klima so stark wie etwa 250 Kilometer Autofahrt. &#160; &#160; In konkreteren Zahlen heißt das: Auf ein Kilo Rindfleisch entfallen 36 Kg CO2; ein Auto stößt auf einer Strecke von 250 Kilometern 40 kg des schädlichen Treibhausgases aus. Dabei sind Emissionen, die für Transport und Weiterverarbeitung des Fleisches anfallen, noch gar nicht mitgerechnet. Fleisch zu essen ist also schlecht fürs Klima – und das ist eine Wahrheit die mir persönlich nicht gut schmeckt. Das geht natürlich nicht nur mir so. Forscher arbeiten seit geraumer Zeit an Lösungen, die unseren heiß geliebten Wiederkäuern einfach das muntere vor-sich-hin-Blähen abgewöhnen sollen. Reicht es, wenn das von mir verzehrte Rind die richtigen Tabletten genommen hat (bzw. will ich das?) und ich meine fleischlichen Sünden auf dem Fahrrad abstrample statt sie im Auto auszusitzen? Oder sollte ich mich lieber gleich an den Gedanken gewöhnen, mir in Zukunft öfter mal eine schöne Scheibe Sellerie in die Pfanne zu werfen? Essen, Energieverbrauch und Klima sind ein untrennbar miteinander verknüpftes Dreigestirn; tierische Nahrungsmittel stehen an erster Stelle, wenn es um den Ausstoß von Treibhausgasen geht. Laut einer Studie der FAO aus [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gib uns heute.  Und am Besten vergibst Du uns auch gleich unsere Schuld, denn die Produktion von einem Kilo Rindfleisch <a href="http://www.newscientist.com/article/mg19526134.500" target="_blank">belastet das Klima so stark wie etwa 250 Kilometer Autofahrt.</a></p>
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<p><img alt="Kuehe" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-content/uploads/2009/09/Kuehe-1024x548.jpg" width="1024" height="548" /></p>
<p><img title="More..." alt="" src="http://www.sounds-like-me.com/news/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
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<p>In konkreteren Zahlen heißt das: Auf ein Kilo Rindfleisch entfallen 36 Kg CO2; ein Auto stößt auf einer Strecke von 250 Kilometern 40 kg des schädlichen Treibhausgases aus. Dabei sind Emissionen, die für Transport und Weiterverarbeitung des Fleisches anfallen, noch gar nicht mitgerechnet. Fleisch zu essen ist also schlecht fürs Klima – und das ist eine Wahrheit die mir persönlich nicht gut schmeckt.</p>
<p>Das geht natürlich nicht nur mir so. Forscher arbeiten seit geraumer Zeit an Lösungen, die unseren heiß geliebten Wiederkäuern einfach das <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,491402,00.html" target="_blank">muntere vor-sich-hin-Blähen abgewöhnen</a> sollen. Reicht es, wenn das von mir verzehrte Rind die richtigen Tabletten genommen hat (bzw. will ich das?) und ich meine fleischlichen Sünden auf dem Fahrrad abstrample statt sie im Auto auszusitzen? Oder sollte ich mich lieber gleich an den Gedanken gewöhnen, mir in Zukunft öfter mal eine schöne Scheibe Sellerie in die Pfanne zu werfen?</p>
<p>Essen, Energieverbrauch und Klima sind ein untrennbar miteinander verknüpftes Dreigestirn; tierische Nahrungsmittel stehen an erster Stelle, wenn es um den Ausstoß von Treibhausgasen geht. Laut einer Studie der <a href="http://www.fao.org" target="_blank">FAO</a> aus dem Jahr 2006 (<a href="http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM" target="_blank">Livestock’s Long Shadow &#8211; environmental issues and options</a>) produziert die weltweite Tierhaltung rund 18 Prozent der jährlich ausgestoßenen Treibhausgase.  Treffen die Prognosen ein, haben sich die Werte bis 2050 sogar verdoppelt.</p>
<p>Grundlage für die Berechnungen waren zum einen die Werte über die Methangasproduktion von Kühen, Schweinen und Co. als auch CO2 Emissionen, die bei der Produktion von Düngemitteln entstehen und auch die Auswirkungen von Waldrodung zur Schaffung von Weideland. Auch weitere Bausteine in der Kette wirken sich auf unser Klima aus. Stammt zum  Beispiel das zarte Steak vom glücklichen argentinischen Weiderind, muss es erst lange, gut gekühlte Strecken zurücklegen, um  auf meinem Teller zu landen&#8230; Ein Grund mehr, sich über das eigene Essverhalten Gedanken zu machen.</p>
<p>p.s.: <a href="http://www.lfu.bayern.de/luft/fachinformationen/co2_rechner/index.htm" target="_blank">Mit dem CO2 Rechner</a> des Bayerischen Umweltministeriums kann man seine persönliche CO2 Bilanz ermitteln. Und über eine Aktion von <a href="http://www.utopia.de/provamel" target="_blank">Utopia.de</a> kann man dann gleich mal üben, wie man ein besserer, klimafreundlicher Mensch wird. Gemeinsam mit <a href="http://www.utopia.de/provamel/essen-fuers-klima#zu" target="_blank">Provamel</a> werden Veggie-Testpakete zum Probekauen verlost. Bon Appetit!</p>
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<p>Dieser Beitrag wurde auch auf <a href="http://www.sounds-like-me.com">Sounds-Like-Me</a> veröffentlicht</p>
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